Hochzeitsplaner Ausbildung

Weddingplanner und Hochzeitsplaner Ausbildung/ Interview

Daya im Interview

Geschäftsmodell ohne Stammkunden

Wie verkauft man ein Produkt, das eigentlich den Kunden gehört: die Hochzeit?

Eventmanagerin Katharina Friedrich hat elf Jahre Erfahrung. Sogar mit Roboter-Hochzeiten.

Wer eine Hochzeit organisiert, hat fortwährend Kundenkontakt. „Die Leute müssen sich wohlfühlen, egal ob beim ersten Beratungsgespräch oder fünf Minuten vor der Hochzeit – sie müssen mir vertrauen können“, sagt Katharina Friedrich.

Vor mehr als zehn Jahren hat sich die ehemalige Vertriebs- und Marketingmanagerin selbstständig gemacht und ihre eigene Hochzeitsagentur gegründet.

Und dabei gelernt: „Das Produkt, das ich verkaufe, ist nicht die Hochzeit.

Es sind Zuverlässigkeit und Vertrauen.

Kunden verlassen sich darauf, dass dank mir alles klappt.“
 
weddingplanner werden - Hochzeitsplaner Ausbildung

Um das leisten zu können, muss Friedrich ihre Kunden verstehen. Damit die Hochzeit idealerweise noch besser verläuft als das Brautpaar erwartet hätte.

Gerade viele Anfänger unter den Hochzeitsplanern würden da oft Fehler machen, weiß Friedrich mittlerweile: „Der größte Fehler ist es, im Erstgespräch eine Präsentation zu halten und Dinge zu erzählen, die die Kunden gar nicht wissen wollen“, sagt sie. Friedrich analysiert gemeinsam mit dem Paar die Wünsche. Und achtet dabei vor allem auf Ungesagtes zwischen den Zeilen. „Niemand sagt: ‚Ich brauche eine repräsentative Hochzeit, damit die Arbeitskollegen beeindruckt sind‘ – auch wenn es ihm oder ihr genau darum geht.“

Diese versteckten Wünsche sind äußerst vielfältig, wie Friedrich mittlerweile weiß. Manchen Paaren ist es am wichtigsten, dass alle Gäste sich wohlfühlen, andere wollen beeindrucken, manche schauen darauf, dass es nicht zu viel kostet, aber trotzdem repräsentabel ist: „Man muss da lernen, Einwände von Vorwänden zu unterscheiden.“ Die Eventmanagerin definiert seitdem auch ihre Zielgruppe exakter: „Im ersten Jahr habe ich alles angenommen, aber damit wird mein Angebot beliebig, und es spricht niemanden richtig an.“ Heute hat sie sich auf exklusive Hochzeiten mit entsprechendem Budget spezialisiert.

Perfekt organisiert bis ins Detail – Katharina Friedrich legt letzte Hand beim Tischschmuck an.

Kunden sind aber nicht nur das Brautpaar– es sind auch dessen Gäste. Hier musste Friedrich manchmal darauf hinweisen, dass eine gelungene Feier alle mit einschließt. Zum Beispiel bei dem Paar, das eine Themenhochzeit mit Science-Fiction und Robotern geplant hatte: „Vor allem die älteren Gäste waren sehr von den 3-D-Brillen und Blitzlichtern irritiert.“ Zufriedene Gäste sind nicht nur ein entscheidender Grund, warum Paare überhaupt öffentlich feiern – sie sind auch für die Hochzeitsplanerin der Pool, aus dem begeisterte Neukunden kommen. „Stammkunden“ sind schwierig bei einer Dienstleistung, die vielleicht nur einmal im Leben in Anspruch genommen wird.

400.000 Menschen

heiraten ungefähr jedes Jahr allein in Deutschland.
Und immer mehr nehmen den Service in Anspruch, sich zur Vorbereitung um möglichst wenig kümmern zu müssen.

Die Hochzeitsplaner Ausbildung von Avantgarde (Interview)

Friedrich bildet mittlerweile sogar selbst aus: (zur Hochzeitsplaner Ausbildung)

-allein in Deutschland jährlich 50 Personen, weitere in ganz Europa.

Sie nutzt die eigenen Ausgebildeten, um Netzwerke zu schaffen – und das Geschäftsmodell „Hochzeitsplanung“ bekannter zu machen. Konkurrenz sieht sie darin nicht:

„Jede gelungen geplante Hochzeit vermittelt neuen Kunden die Einsicht, wie sinnvoll es sein kann, solche Dienstleistungen auszulagern.“

Natürlich könnten viele Kunden ihre Hochzeit auch selbst planen: „Aber warum Zeit investieren, wenn jemand anders darin Routine hat?“